Freitag, 24. Oktober 2014

Weil es dringlich geworden ist, dass wir miteinander kommunizieren...

Die rein repräsentative Demokratieform stößt in Österreich zusehends an ihre Grenzen, mehr direkte und partizipative Demokratie wird von Seiten progressiv denkender Bürgern, aber auch von politischer Seite gefordert.

Bürgerpartizipation, Bürgerdialog, Bürgerbeteiligung - das alles sind nicht nur vielversprechende Schlagworte sondern auch wichtige Instrumente für den Versuch partizipative Demokratie zu leben und somit unser gesellschaftliches Leben aktiv zu mitzugestalten. Der Ruf nach direkter oder partizipativer Demokratie ist medial sehr präsent. Auch in Österreich wächst das partizipative Bewusstsein, so wurde im Jahr 2013 die Durchführung von Bürgerräten im Land Vorarlberg in die Landesverfassung aufgenommen und auch in anderen Bundesländern gibt es vermehrt Partizipationsprozesse, die auf großes Interesse seitens der Bürger und Entscheider treffen.

Ich beschäftige mich mit dialogorientierter Kommunikation im Bereich der politischen Kommunikation und Bürgerpartizipation. Dialogorientierte Kommunikation ist geprägt von aktivem Zuhören und eine lernende und offene Haltung einzunehmen,

In der Politik wird bekanntlich heftig diskutiert, parteipolitische Standpunkte werden vertreten, die eigene Meinung wird gerne als die Wahrheit verkauft. Oft geht es um die Erlangung von Wählerstimmen und somit politischer Macht, nicht um unser soziales, ökologisches oder ökonomisches Gemeinwohl. Auch der Begriff „Wutbürger“ lässt die Bereitschaft zur Aggression erkennen. Ghandi sagte bereits, „wir müssen die Veränderung sein die wir in der Welt sehen wollen“. Wut kann vielleicht ein guter Motivator sein, aber können Wut und Aggression langfristig die Lösung sein? „Bottom up“ oder „von innen heraus“ verändern, wenn es sein muss durch Wut, aber besser durch Mut, motiviert, doch wie David Bohm in seinem Buch "Der Dialog. Das Gespräch am Ende der Diskussion" treffend sagt: (…) weil es dringlich geworden ist, dass wir miteinander kommunizieren (...)“ (Bohm 2005: 46) soll Thema dieses Blogs sein.

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